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Modellbau im Fernsehen

2008-01-hoppbaeseDie TV-Sendung  und der Modellbau?

Als ich im November 2007 vom Redaktor dieser Sendung, Hanspeter Gisler, angefragt wurde ob ich in dieser Sendung als Schiffs-Modellbauer mitwirken möchte, sagte ich zu. Später erhielt ich einen Interview-Vertrag (muss ja alles seine Ordnung haben) und einen genauen Ablauf der Aufzeichnung.

Diese Aufzeichnung fand am Sonntag, 13. Januar 2008 in der Hennessenmühle in Gossau statt. Das Motto dieser Sendung: Modellbau, Basteln und Tüfteln.

Der Probeplan

 12:15-12:45 Uhr Modellbauer einrichten, Vorbesprechung, Interviewproben
 12:45-14:00 Uhr Mittagessen in der Hennessenmühle (war gut) anschliessend ab in die Maske mit Puder und Pinsel und etwas Farbe
 13:45 Uhr Einlass des Publikums in die Tenne
 14:00 Uhr Bereitstellung zur Generalprobe, Informationen von der Aufnahmeleiterin Gaby und dem Regisseur. Klatschen wenn die Aufnahmeleiterin klatscht - auch wenns nicht gefallen hat meint der Regisseur. Es sähe blöd aus wenn im Ton das Klatschen ertönt und im Bild würde man Leute sehen die nicht klatschen.
 14:15-14:45 Uhr Generalprobe. Läuft nicht schlecht für meine Begriffe. Die Kameramänner mit ihren 27 kg schweren Steadykamerasgestellen und die Kabelfrauen rennen wie wild (Turnschuhe) hin und her und rundherum. Der Regisseur sitzt derweilen im Regiewagen und guckt sich das Ganze Live an.
Interviews: Ich wechsle den Platz mit dem Eisenbahnmodellbauer und das auf das Zeichen der Aufnahmeleiterin. Interview von Kurt Zurfluh. Die Fragen sind wieder anders gestellt als am Morgen bei der Vorbesprechung. Man gibt kurze Antworten, keine Märchen, die Zeit drängt. Während die Musik spielt greift Kurt Zurfluh immer wieder zur Stoppuhr. Ist man in der Zeit - ist es gut, wenn nicht fällt das nächste Interview kürzer aus.
 14:45-15:15 Uhr Alle Mitwirkende: Allgemeine Korrekturen von Kameraeinstellungen und Sitzpositionen. Mein Modelldampfer wird gekehrt. Der Bug ist jetzt vorne. Die Mäntel müssen von den Wänden genommen werden. Der Regisseur sieht das nicht so gerne. Es verschandele das Bild. Handys Ausschalten, nicht nur leise stellen. Die empfindlichen Funkmikrofone werden sonst gestört.
Warm-up mit ein paar lustigen Wort vom Regisseur und dann Bereitstellung
 15:15-15:45 Uhr

Live-Aufzeichnung: Plötzlich ertönt die Signetmusik und alles schreit "Hopp de Bäse". Ich wurde überrascht und komme gar nicht zum schreien. War richtig verträumt. Aber dann macht man mit, man kann nicht drei Kameraobjektive gleichzeitig im Auge haben. Links neben mir im 45 Grad Winkel ist ein kleiner Monitor. Ich riskiere einen Blick und gucke das ganz an und schon stürmt die Aufnahmeleiterung Gaby mit Kopfhörer, Schreibblock und schwarzer Brille hinein und ruft Stop - Stop. Live-Aufzeichnung abgebrochen. Sie sagt etwas zu Kurt Zurfluh - und zu uns, es sei eine technische Störung vorhanden gewesen. In Wahrheit: Kurt Zurfluh war gar nicht beim Jetflieger sondern irgendwo im Hintergrund und stürmte viel zu spät nach vorne.

Me machets nomal - Me machets nomal

Es beginnt wieder von vorne. Wir schreien wieder "Hopp de Bäse". Es läuft gut. Kurt Zurfluh ist beim Flieger und guckt interessiert. Kein Kameramann-Zusammenstoss. Die Kabelentwirrung gelingt gut. Der erste Musiktitel ist vorbei und schon wird der Eisenbahnmodellbauer von Kurt Zurfluh interviewt. Im Hintergrund läuft eine Aufzeichnung der Modellanlage die der Wiler-Klub gebaut hat. Ich kann nicht auf den Monitor schielen bin im Bild. Macht sich schlecht. Und schon ist das Interview vorbei und die Musik tönt. Ein Blick zur Gaby - ein Wink und wir wechseln den Sitzplatz. Nun sitze ich gegenüber von Kurt Zurfluh. Mann der ist ja richtig nervös, zittert mit den Fingern und schon ist die Musi fertig und Kurt moderiert den Modellschiffbau an. Der Kameramann mit der Schulterkamera kniet etwa einen Meter vor mir am Boden und nimmt mein kostbares Gesicht voll schroff auf. Kurt stellt wieder Fragen. Sind nicht genau gleich wie bei der Generalprobe. Ich muss wieder rasch neu überlegen was ich sage. Im Augenwinkel bemerke ich, dass inzwischen auch die Steadykameras schräg hinter mir und vorne rechts positioniert sind. Fast automatsich beantworte ich die Frage wie ein alter Hase. Bin gar nicht nervös - wie zu Beginn. Ich spiele leicht mit meiner Dampfmaschine auf dem Tisch. Und schon ist das Interview vorbei. Mal gucken, sind die roten Aufnahmelichter der Frontkamera erloschen? Ja - ok ich kann zu Gaby gucken. Wieder Rochade, diesmal mit den Fliegern. Es sind zwei. Man muss aufpassen, dass man an keinem Kabel hängen bleibt. Zwischen Tisch und Monitor hats nicht viel Platz. Ha - Rochade gelungen aber Pech: sitze grad neben dem Monitor und kann ganz schlecht schielen, müsste den Kopf drehen. Von den Proben her weiss ich, dass jetzt ein Film über den Jetflieger läuft. Start, Flug und Landung. Derweilen macht sich ein Kameramann über den Flieger als Vordergrund her. Interview fertig. Ich muss jetzt nicht mehr auf Gaby gucken und kann einfach zuschauen. Die nächste Rochade ist vorbei und der Liechtensteiner Erfinder ist dran. Auf dem Tisch ist eine Schnupftabakmaschine. Etwa 12 Kg Messing (da mach ich sicher 8 Damfpmaschinen daraus) Kurt Zurfluh bedient die Maschine und schleudert sich eine Portion Schnupftaback in seine Nasenlöcher und ein Wildschweinpinsel putzt ihm die Nase. War wirklich etwas Schnupftabak drin?
Und schon ist das Ende nah. Kurt Zurfluh erwähnt noch die nächsten Sendungen und es ist fertig.

Alle sind locker aufgeräumt. Der Regisseur kommt hinein und ist zufrieden. Kurt Zurfluh richtet noch einige Worte ans Publikum und dankt allen Mitwirkenden.

Wir können abräumen.

 

Und weil du bis hierher gelesen hast sollst du auch mit ein paar Bilder belohnt werden:

Diashow von der Aufzeichnung 

 

 Zu den Bilder der fertigen Sendung vom 9.2.2008

Aktualisiert (Donnerstag, den 17. September 2009 um 07:38 Uhr)